Screeningzentrum Sachsen
Signet des Universitätsklinikums Teil 1
 
Screeningzentrum Sachsen
 

Fachinformationen

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Zustimmung der Eltern

Angemessene Aufklärung und die Einwilligung der Eltern sind Voraussetzung für die Durchführung des Neugeborenenscreenings und liegen in der Verantwortung des Einsenders. Dafür stellen wir Ihnen ein Elterninformationsblatt zur Verfügung. Dieses Faltblatt sollte möglichst bei Aufnahme in der Klinik oder im Geburtsvorbereitungskurs ausgehändigt werden. Sie sind durch die Richtlinie des GBA gehalten, den Eltern möglichst umfassende Informationen zum Neugeborenenscreening zu geben.

Die Eltern müssen der Durchführung des NGS und der Datenübermittlung an das Screeninglabor schriftlich zustimmen. Bitte nutzen Sie den im Informationsblatt befindlichen Vordruck für die Einverständniserklärung der Eltern zur Dokumentation in der Krankenakte.

Zeitpunkt des Neugeborenenscreenings

Optimaler Blutentnahmetermin ist der laufende dritte Lebenstag (49. bis 72. Lebensstunde). Ein technisch sicheres Screening für alle Zielerkrankungen, unabhängig von der Proteinzufuhr mit der Ernährung, ist nach der 36. Lebensstunde möglich.
Vorzeitige Probenentnahme ist zwingend notwendig bei:

  • Entlassung vor der 36. Lebensstunde
  • Verlegung in eine andere Institution
  • Transfusion oder Austauschtransfusion
  • Behandlung mit Corticosteroiden oder Dopamin

Dieses Verfahren dient der Vermeidung von organisatorisch bedingten Screeningversagern und der vollständigen Erfassung aller Neugeborenen.

Bei ambulanten Geburten und Frühentlassungen vor der 36. Lebensstunde wird ein Erstscreening vor der Entlassung in jedem Fall gefordert, um die rechtzeitige Intervention für einzelne, bereits sicher erkennbare Erkrankungen wie Organoazidurien oder klassische Galaktosämie zu gewährleisten. Die Eltern müssen über die Notwendigkeit einer zweiten Screeninguntersuchung informiert werden, da einige Erkrankungen in den ersten 36 Lebensstunden nicht sicher diagnostizierbar sind. Wird das Erstscreening abgelehnt und ist eine zeitgerechte ambulante Blutabnahme sichergestellt, empfehlen wir, der Mutter eine Testkarte mit Terminvorgabe für die Blutentnahme mitzugeben und dies unterschriftlich zu dokumentieren. Gleichzeitig bitten wir um parallele Zusendung einer Leerkarte mit Daten des Kindes und gültiger Adresse und Telefonnummer der Mutter, um bei Ausbleiben der Probe an die Blutentnahme erinnern zu können. Bei prinzipieller Ablehnung des Screenings erbitten wir eine anonymisierte Information.

Bei Frühgeborenen und kranken Neugeborenen im Krankenhaus erfolgt die Probenentnahme für das erste Neugeborenenscreening wie im Regelfall am dritten Lebenstag. Bei sehr unreifen Kindern mit einem Gestationsalter unter 32 Wochen muss ein abschließendes Zweitscreening in einem korrigierten Alter von 32 Schwangerschaftswochen erfolgen.

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    0351 / 458 5230

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    0341 / 97 26274

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